01.01.21

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist zum 01. Januar 2021 in Kraft getreten. Bundestag und Bundesrat hatten bis Mitte Dezember über die Novelle beraten und zugestimmt.

Vorausgegangen waren intensive Diskussionen. Das neue EEG sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 65 % an der Stromproduktion bis 2030 zu steigern. Ausgewählte Kernpunkte sind beispielsweise Regelungen für den Weiterbetrieb und Anschlussvergütungen für ausgeförderte Windenergieanlagen (an Land), die Beteiligung von Standortkommunen oder die Verringerung von Ausschreibungsvolumina bei unterzeichneten Gebotsrunden. Zudem gibt es Neuerungen bei der Vergütung von EEG-Anlagen bei negativen Preisen, sowie beim Mieterstromzuschlag der sich zukünftig auf „Quartiere“ bezieht.

Beim Eigenverbrauch aus EEG-Anlagen unter 30 kW Leistung wird die EEG-Umlage künftig entfallen. Für Solaranlagen auf Dächern ist ab 750 kW Leistung ein neues Ausschreibungssegment für eine Förderung verpflichtend, ab 300 kW haben Betreiber die Wahl, entweder an Auktionen teilzunehmen oder den Strom zur Hälfte selbst zu nutzen und die anderen 50 Prozent einzuspeisen.

Die EEG-Novelle enthält zudem weitreichende Änderungen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung. Weitere wichtige Punkte, wie die Anhebung des Ausbaupfads für erneuerbare Energien, sollen 2021 angegangen werden.